Timanfaya-Nationalpark

Der Timanfaya-Nationalpark wurde im Jahre 1974 zum Nationalpark erklärt und wird auch als Montanas de Fuego, was übersetzt Feuerberg bedeutet, bezeichnet. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 51 Quadratkilometern und ist durch die vielen Vulkane und verheerenden Vulkanausbrüche bekannt. Heute kann man den

Nationalpark über sehr gut ausgebaute Straßen erreichen, die im Jahre 1950 aufgrund eines Besuches von General Franco angelegt wurden. Mit dem Bus kann man zudem eine Rundfahrt unternehmen, die rund 14 Kilometer lang ist. Den besten Blick über einen großen Teil des Timanfaya-Nationalparks hat man vom Montana Rajada aus, der 350 Meter hoch ist. Das größte Areal des Nationalparks war früher eine der fruchtbarsten Regionen von Lanzarote, bis die ständigen Vulkanausbrüche das fruchtbare Land vernichteten. Die Vulkane im Timanfaya-Nationalpark gehören zur so genannten Hawaii-Gruppe, die in großen Höhenlagen enorm große Aschesäulen bildeten. Diese werden Lapillis genannt und wurden vom Wind weiter getrieben.

Die Vulkane sind heute nicht mehr aktiv, allerdings geht vom 525 Meter hohen Maciso del Fuego immer noch eine enorme Hitzestrahlung aus, die man ganz deutlich spüren kann. Der letzte Ausbruch dieses Vulkans ereignete sich allerdings im 18. Jahrhundert. So kann man nur erahnen, welche Kraft in ihm steckte. Sehr interessant ist auch der Vulkankrater Carazoncillo. Er ist der größte Explosionskrater auf der kanarischen Insel Lanzarote. Im 18. Jahrhundert gab es Vulkanausbrüche, die sage und schreibe sechs Jahre fast ununterbrochen andauerten. Ein Augenzeuge war damals der Pfarrer von Yaiza, Don Andres Lorenzi Curbelo, der all seine Erlebniss schriftlich festgehalten hat. Seine Schriften kann man im Museum nachlesen. Zudem befindet sich am Hang des Montana de la Cinta in Yaiza eine Gedenktafel.