Jameos del Agua

Jameos de Agua ist ein Teil eines beeindruckenden Lavafeldes, dass sich vom Volcan de la Corona über die Cueva de los Verdes bis hin zur Küste erstreckt und dort unter der Meeresoberfläche endet. Die Jameos del Agua befindet sich im Norden von Lanzarote und ist einzigartig auf der Welt. In der Gemeinde Haria befindet sich der

Kern dieses System, ein unterirdischer Lavatunnel. Entstanden ist der Lavatunnel vor rund 3000 bis 4500 Jahren, durch die Verfestigung von Lavamassen. Dieser Beeindruckende Ort, so beschloss die Inselregierung, sollte zu einem der interessantesten Zentren für die Kunst, Kultur und natürlich für den Tourismus umgestaltet werden. Verantwortlich dafür war der Künstler und Naturschützer Cesar Manrique. Eröffnet wurde die Anlage 1966 und ist seitdem sehr gut besucht und eines der Touristenattraktionen auf der Kanarischen Insel Lanzarote geworden. Steigt man in das erste Jameo, was aus der Sprache der Guanchen stammt und Hohlraum bedeutet, spürt man eine angenehme Ruhe und eine wohlige Harmonie umhüllt den Besucher. In die Grotte hat man einen Konzertsaal integriert, in dem rund 600 Menschen Platz finden.

Aufgrund der neuen geltenden Sicherheitsstandards musste man jedoch im Jahre 2001 den Saal schließen. Seitdem wird er umgebaut, was eigentlich im Jahre 2007 beendet sein sollte, allerdings verzögert sich die Eröffnung bis heute. In die Höhle eintreten kann man über eine geschwungene und recht steile Treppe. Von hier aus kommt man zu einem Restaurant, von dessen Terrasse aus man auf einen traumhaften unterirdischen See blicken kann. Ein bezauberndes Lichtspiel ergibt sich bei Sonnenschein, denn der Bereich ist mit vielen unterschiedlichen Pflanzen bewachsen. Oberhalb des unterirdischen Systems hat man ein geologisches Museum eingerichtet, dass auf beeindruckende Art und Weise von den vulkanischen Vorgängen auf Lanzarote berichtet.